Corona macht Au-Pairs und Studenten das Leben schwer

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Seit nun mehr als sechs Monaten hat das Corona-Virus unsere Gesellschaft fest im Griff. Während die USA mittlerweile mit Abstand das Land mit den höchsten Infektionszahlen ist, steigen mit den Infizierten auch immer mehr die Arbeitslosigkeit und Armut vor Ort. Binnen 24 Stunden hatte Amerika 67.000 Neuinfizierte und es scheint kein Ende zu nehmen. Während in New York die Zahlen langsam wieder sinken, entwickelt sich Los Angeles zum neuen „Hotspot“ der Neuinfektionen. Gleichzeitig greift Trump nach härteren Mitteln und verabschiedete Ende Juli ein großräumiges Einreiseverbot für ganz Europa und diverse andere Länder.

Was eigentlich den arbeitslosen Menschen vor Ort zugutekommen sollte, drehte sich schnell in die andere Richtung. Durch das Einreiseverbot können zum Beispiel Au-Pairs, oder auch Studenten aus dem Ausland, nicht mehr in das Land. Die Universitäten vor Ort sind aber stark auf die Gebühren der ausländischen Studenten angewiesen. Auch tausende Familien in den USA sind auf Au-Pairs angewiesen, die ihnen bei der Kinderbetreuung zur Seite stehen. Diese brechen nun großflächig im ganzen Land weg.

Gegen das umstrittene Vorhaben waren mehrere Universitäten und Bundesstaaten vor Gericht gezogen. Nach der massiven Kritik von Schülern, als auch der Universitäten wie Harvard und MIT, lenkte Washington ein und zog die geplante Visa-Sperrung zurück. Auch wurde der Einreisestopp für Au-Pairs überarbeitet und nun dürfen diese unter besonderen Vorraussetzungen ebenfalls mit einem gesonderten Visa ebenfalls einreisen.

Darunter fallen jedoch nur Au-Pairs, die schon ein offizielles Visum vor der Bekanntgabe der Sperrung hatten und deren Gasteltern beide im medizinischen Bereich arbeiten, oder wenn mindestens ein Gastkind körperliche, geistige oder sonstige Einschränkungen aufweist. Alle Au-Pairs auf die diese Kriterien nicht zutreffen, müssen sich weiter gedulden und auf eine baldige Grenzöffnung hoffen.