Strengere Corona Regelungen als Schutz vor zweitem Lockdown

Foto: Paul Scharapow / Radio Hitwave

Die Corona Infektionszahlen steigen momentan rasend schnell. In der vergangenen Woche gab es mehrere Tage hintereinander einen Rekord an Neuinfizierungen. Innerhalb eines Tages meldete das Robert-Koch-Institut am Samstag vor einer Woche 7.830 neue Corona Fälle. So viele Neuinfizierungen gab es in Deutschland innerhalb eines Tages noch nie. Grund dafür könnte sein, dass im Gegensatz zum Frühjahr deutlich mehr getestet wird und dadurch mehr Fälle erkannt werden. Zum anderen breitet sich das Virus wieder mehr aus.

Am vergangenen Wochenende hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Video-Botschaft die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, beim Kampf gegen das Virus zu helfen. „Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen, ob außerhalb oder Zuhause“, forderte Merkel auf. Außerdem machte sie deutlich, dass die Menschen auf Reisen verzichten sollen. Zudem sagte die Kanzlerin noch, „Wir müssen nun alles tun, damit sich das Virus nicht unkontrolliert ausbreitet.“

Deshalb gibt es jetzt strengere Regelungen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Bereits Mitte des Monats haben die Ministerpräsidenten und Angela Merkel lange diskutiert. Dabei konnten sie sich auf einige einheitliche neue Regelungen einigen. Ab einem Inzidenzwert von 35, das heißt 35 Neuinfizierungen innerhalb von 7 Tagen pro 100.000 Einwohner gilt: An Orten, wo Menschen längere Zeit eng beieinander sind, zum Beispiel in einer Fußgängerzone, soll in Zukunft eine Maske getragen werden. Bei einem Inzidenzwert von 50 müssen die Restaurants und  Bars um 23 Uhr schließen. Auf öffentlichen Plätzen dürfen sich nur maximal zehn Personen treffen. Außerdem wurde viel über das umstrittene Beherbungsverbot diskutiert. Mittlerweile gilt das aber nur noch in wenigen Bundesländern, da viele dagegen waren.

Viele dieser Regeln gelten einheitlich in allen Bundesländern, doch es gibt auch ein paar Ausnahmen, wo die Corona-Regeln je nach Gegend unterschiedlich sein können.