Nach langer Zeit ist es endlich soweit und es gibt einen Impfstoff von Biontech und Pfizer. Dieser wurde bereits am Wochenende bei einigen Leuten in Deutschland injiziert. Bis Ende des Jahres sollen noch Hunderttausende geimpft werden. Dabei ist genau festgelegt wer, wann geimpft wird.

Als Erste wurde eine 101-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims in Sachsen-Anhalt geimpft. Offiziell ging es dann mit dem Impfen in allen Ländern der Europäischen Union (EU) am Sonntag, den 27. Dezember los.

Wer zuerst geimpft wird, ist genau festgelegt. Dafür wurden die Menschen in einzelne Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe sind Menschen über 80, Bewohner sowie Mitarbeiter von Pflegeheimen, als auch Mitarbeiter auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und beim Rettungsdienst. Als nächstes werden dann die Menschen ab 70, Menschen in Obdachlosenheimen oder in Unterkünften für Geflüchtete oder Patienten mit einer bestimmten Krankheit wie Demenz geimpft. Zum Schluss werden die Menschen ab 60 Jahren, Personen mit chronischen Erkrankungen, Mitarbeiter von Polizei oder Feuerwehr, Lehrer und Erzieher, sowie Menschen, die im Einzelhandel arbeiten, geimpft.

Das Impfen ist freiwillig und nicht verpflichtend. Trotzdem empfehlen die Experten, sich den Impfstoff injizieren zu lassen, um sich vor einer Infizierung mit dem Coronavirus zu schützen. Geimpft wird in sogenannten Impfzentren, die sich auf das Coronavirus spezialisiert haben. Davon gibt es rund 410 verteilt in ganz Deutschland.

Für den Impfstoff von Biontech und Pfizer gibt es eine Empfehlung für das Impfen für Menschen ab 16 Jahren. Gerade Kinder und junge Leute sollen erstmal nicht geimpft werden, denn bei ihnen ist der Krankheitsverlauf meistens eher ungefährlich. Dazu kommt, dass der Impfstoff bisher kaum an Kindern getestet wurde und man nicht genau weiß, wie er sich bei jungen Menschen verhält.

Bis dann alle Menschen geimpft sind, kann es noch ein bisschen dauern. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dazu, dass 55 bis 65 Prozent der Menschen in Deutschland geimpft sein müssen, um das Coronavirus größtenteils zu besiegen. Das sind etwa 50 Millionen Menschen.