Nach dem besonderen Jahr 2020 kann es im nächsten Jahr nur noch besser werden, hoffen viele. Bei einem Blick auf die neuen Gesetze, die zum 01. Januar in Kraft treten, bestätigt sich dieser Eindruck. Vor allem der Geldbeutel spürt die Veränderungen im positiven Sinne. So tritt beispielsweise die Grundrente in Kraft. Sie ist ein Zuschlag zur gesetzlichen Rente, der im Schnitt 75€ beträgt, aber in einigen Fällen auch über 400€ hoch sein kann. Zudem entfällt für nahezu alle Bürger der Solidaritätszuschlag und auch das Kindergeld erhöht sich. Da immer mehr Menschen im Home Office sind, führt die Regierung auch die Möglichkeit ein, eine feste Pauschale steuerlich abzusetzen um die entstandenen Mehrkosten zu deckeln.

Teurer wird 2021 das Heizen. Zwar bleiben die Strompreise auf ihrem Niveau, doch das Gas verteuert sich. Ein Grund dafür ist auch der neue CO2-Zuschlag. Diese zusätzliche Abgabe kommt dann aber dem Klimaschutz zu Gute und wird bei Menschen mit niedrigem Einkommen durch einen Zuschlag wieder ausgeglichen. Anders sieht es aus bei der Mehrwertsteuer, die wieder ausnahmslos  auf 19% steigt.

Abseits von den finanziellen Angelegenheiten ändert sich auch juristisch einiges im kommenden Jahr. So tritt das Upskirting-Verbot in Kraft, welches das Fotografieren unter den Rock mit bis zu zwei Jahren Gefängnisstrafe belegt. Auch wird es ab Januar möglich sein, eine elektronische Krankenakte anzulegen. Die Patienten können über die Daten, die darin zu finden sind, selbstverständlich selbst entscheiden. Durch das Sammeln von beispielsweise Röntgenbildern und Krankheitsdiagnosen soll ein Arztwechsel erleichtert werden. Digitaler werden auch die praktischen Fahrprüfungen. Sie dauern zukünftig zehn Minuten länger, dafür sollen die Fahrschüler gleich nach der Prüfung eine Prüfungsdokumentation erhalten, die sie via QR-Code aufs Smartphone laden können.

Nicht ab Januar, aber ab dem Sommer 2021 tritt das Verbot von Plastikprodukten, zu denen es gute Alternativen gibt, gemäß einer EU-Verordnung, in Kraft. Das betrifft Wattestäbchen, Plastikbesteck und -teller, Strohhalme, Rührstäbchen etwa für den Kaffee, Luftballonstäbe sowie Styroporbecher und -behälter für Essen zum Mitnehmen.

 

Es gibt also eine Vielzahl neuer Regelungen für den Klimaschutz, aber auch zur Entlastung der unteren Einkommensgruppen.