Der US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange wurde abgelehnt. Ein Gericht in London hat das Urteil des 49-jährigen Australier wegen Selbstmordgedanken abgelehnt. In den USA hätte er etwa 175 Jahre Haft erwarten müssen.

Dutzende hatten in Sprechchören „Freiheit für Julian Assange“ gefordert. Viele Reporter auch aus Deutschland forderten seine Freilassung. Darunter auch die Organisation Reporter ohne Grenzen. „Die US-Anklage gegen Julian Assange ist eindeutig politisch motiviert“, sagte Geschäftsführer Christian Mihr am Freitag. „Die USA wollen ein Exempel statuieren und eine abschreckende Wirkung auf Medienschaffende überall auf der Welt erzielen.“

Der Wikileaks-Gründer saß bereits seit rund eineinhalb Jahren im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Südosten der britischen Hauptstadt. Durch die Corona Pandemie durfte er keinen Besuch empfangen und auch Telefonate waren nicht oft möglich. Seitdem sorgen sich seine Familienmitglieder um seine Psyche und seinen gesundheitlichen Zustand. Auch über eine Freilassung auf Kaution wird dann am Mittwoch entschieden.