Corona hat uns alle seit gut einem Jahr fest im Griff. Trotzdem hat uns in Deutschland die Krise nicht so hart getroffen wie zum Beispiel in Portugal. Die Coronazahlen dort sind deutlich höher als bei uns und auch die Intensivbetten sind fast alle belegt. Jetzt soll die deutsche Bundeswehr helfen. Mit Beatmungsgeräten will die Bundeswehr dem weitgehend abgeriegelten Portugal in der Corona-Pandemie beistehen. Es sei geplant, dass zunächst 26 Sanitätskräfte sowie 150 Feldkrankenbetten und insgesamt 50 Beatmungsgeräte zur Verfügung gestellt werden, teilte das Verteidigungsministerium im Bundestag mit. Zum eigenen Schutz erhielten die Soldaten eine erste Dosis des Moderna-Impfstoffes, die zweite Impfung werde aus Deutschland mitgeführt.

Unterstützung bekommt die Bundesregierung von der FDP “Wenn unsere europäischen Verbündeten große Not leiden, helfen wir ihnen selbstverständlich. Ich bin unseren Soldatinnen und Soldaten für Ihren Einsatz dankbar”, sagte der FDP-Verteidigungspolitiker Alexander Müller am Montag. “Sie leisten großartige Unterstützung im Inland und Ausland, mit erheblichem Risiko für die eigene Gesundheit, dazu kommt noch die anschließende Quarantäne.”

Kritik kommt dagegen von der Linken. Verteidigungspolitiker Alexander Neu findet, dass die Bitte der portugiesischen Regierung um Unterstützung durch die Bundeswehr nicht nachvollziehbar ist, solange nicht die Kapazitäten in Portugal selber ausgelastet sind.  Dazu gehören die Privatkliniken, die sich bislang verweigerten. Es könne nicht sein, dass portugiesische Privatkliniken sich einen schlanken Fuß machten und der Steuerzahler in Deutschland für den Einsatz in Portugal zahle.