Seit Monaten fehlen dem Sport die Zuschauer – und damit wichtige Einnahmen und Emotionen. Jetzt gibt es eine Studie, die zeigt, wie der Rückkehr der Fans aussehen könnte. “Einen Mutmacher” nannte es Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nach der Vorstellung der Studie. “Wir wissen um die Brisanz einer Öffnung, halten sie aber für verantwortbar.”

In den letzten zwei Monaten wurde von knapp 20 Experten und Wissenschaftlern ein Leitfaden erstellt. Dieser unterteilt sich in drei Bereiche: Ein Basiskonzept mit einer Auslastung der Zuschauerkapazität bis zu 40 Prozent, ein Spezialkonzept mit einer Auslastung von bis zu 80 Prozent und ein Testkonzept für eine hundertprozentige Vollauslastung. Dabei wird zwischen Indoor- und Outdoorveranstaltungen unterschieden. Mitautor und Hygieneexperte Florian Kainzinger findet, dass diese Frage irgendwann beantwortet werden müsse, wie man die Schritte zurückgehen kann. Man wolle der Politik einen Weg zeigen, wie es geht. Das stehe im Vordergrund. Außerdem solle diese Entscheidung nicht nur angelehnt an die Inzidenzzahlen getroffen werden. Wichtig sei vor allem, wie ausgelastet unser Gesundheitssystem ist. Nach Ansicht von Georg-Christian Zinn, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, könne man bei einer konsequenten Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen auch den neueren Virus-Varianten Stand halten. «Mit guten Konzepten können diese Varianten zurückgedrängt werden. Das bereitet uns keine großen Bauchschmerzen», sagte Zinn. Handball Bundesliga-Geschäftsführer Bohmann glaubt daher: “Das kann ein Aufbruchsignal für die Gesellschaft insgesamt sein.” Die Infos gab es hier auf der Hitwave.

Foto: Leon Oeste