Der Generationenkonflikt steht in der Schule auf jedem Lehrplan, doch gelöst werden konnte er noch nicht. Wie kann man Mauern zwischen Alt und Jung einreißen?

Dieser Frage geht die Initiative Jugendparlament nach. Ihre Antwort: Begegnungen. In Corona-Zeiten mag das sarkastisch klingen, doch an Bedeutung verliert der Austausch keinesfalls. Mit dem Ziel, Jugendliche auf einer großen Konferenz zusammen zu bringen, konnte die Initiative bereits eine Förderung der Europäischen Union durch das Erasmus Programm ergattern und hofft nun auf begeisterte Teilnehmende. ,,Kompromisse statt Streit“, so lautet das Motto.

,,Die Initiative Jugendparlament organisiert mit dem Jugendrat Liechtenstein vom 30. April bis zum 2. Mai die europäische Jugendpartizipationskonferenz“, erklärt Arian Aghashahi. Die Bewerbungen dazu werden niederschwellig gestaltet und es gilt das Prinzip der Überparteilichkeit. Zusätzlich werden Flugkosten und Teilnehmerbeiträge übernommen, damit jeder teilnehmen kann.  Interessierte können sich auf der Internetseite der Initiative informieren, wo sie auch die Mail-Adresse zur Bewerbung finden.

Die Partizipation von Jugendlichen endet aber nicht mit einer Konferenz, sondern soll durch die Bildung von Jugendparlamenten fortgesetzt werden. Es handelt sich um städtische, also offizielle Gremien, welche durch die Stadt bewilligt werden müssen. Sie sollen den Jugendlichen eine Stimme geben. Wer in so einem Parlament sitzt, wird durch demokratische Wahlen an weiterführenden Schulen festgelegt. Ein ziemlicher Aufwand, der sich aber lohnt, finden die Initianten. Feindbilder zu reduzieren und in den Austausch statt in die Konfrontation zu gelangen, das wollen sie damit erreichen. In den sozialen Netzwerken sei der Abbau von Spannungen genauso wichtig wie im realen Leben.

Umso schöner, dass die Initiative nach eigenen Angaben nicht nur von vielerlei Parteien, sondern auch von einer breiten Gesellschaftsschicht dabei unterstützt wird, ihre Vision zu verwirklichen.