Dafür, dass Rassismus für viele Menschen längst ein alltägliches Thema ist, gibt es genug Beispiele. Oftmals werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe bei der Wohnungssuche benachteiligt, finden schwerer einen Job und werden öfter Opfer von gewalttätigen Angriffen. Sowohl die Opfer von Hanau, als auch der Tod von George Floyd, führten uns in der vergangenen Zeit die strukturellen Probleme klar vor Augen. Mit den Wochen gegen Rassismus, die seit 2016 von der ,,Stiftung gegen Rassismus“ koordiniert werden, versucht die Zivilgesellschaft solchen Taten entgegenzuwirken. Es geht darum, die Menschenwürde zu achten. Dafür setzen sich viele prominente Gesichter ein, darunter Ministerpräsidenten und Abgeordnete, Schlagerstars und Schauspieltalente oder auch Fußballer und andere Sportprofis. Die Aktionen gehen aber noch viel weiter und erreichen auch viele Schulen, wo die Jugendlichen Flagge zeigen. In ganz Deutschland fanden in den vergangenen Wochen Podiumsdiskussionen oder Filmpräsentationen statt, in der Regel digital. Die Hoffnung aller Beteiligten: Dass nach Ende der Aktion das Thema nicht wieder verschwindet. Weder in Deutschland noch weltweit. Kamala Harris, die Vizepräsidentin der USA, schrieb dazu, Proteste fänden statt, ,,weil unsere Nation den systemischen Rassismus, der unser Land seit seinen frühesten Tagen plagt, nie vollständig bekämpft hat. Es ist die Pflicht aller Amerikaner, ihn zu beheben. Einige können nicht länger an der Seitenlinie warten und auf einen schrittweisen Wandel hoffen. In Zeiten wie diesen ist Schweigen Komplizenschaft“. Dem schließen sich viele Menschen an und erheben die Stimme gegen Rassismus und Diskriminierung. Sie hissen Flaggen, gehen demonstrieren oder klären auf über die Probleme, die, so sagt auch Ministerpräsident Armin Laschet, sehr ernst sind.

Foto: Yannick Rautenberg