Jede Woche gibt es in verschiedenen Orten Deutschlands so genannte „Querdenker-Proteste“. Meist sind dort deutlich unter 100 Teilnehmer, es gab aber auch schon Demonstrationen mit mehreren Tausend Teilnehmern. Am vergangenen Freitag gab es auch in Hamm eine solche Aktion. Hauptsächlich wurde gegen die geltenden Hygienemaßnahmen protestiert. Unsere Reporter waren da und haben sich umgehört – sie fassen die Aussagen zusammen. 

Für die meisten Teilnehmer ist Covid-19 bloß eine Grippe oder nur ein Name. Dazu kommt, dass viele sich in ihren Grundrechten angegriffen fühlen und sagen, dass wir nicht mehr in einer Demokratie leben würden. Einige vergleichen es mit Zuständen wie in der DDR. Also einem Staat, der für seine einschränkenden Maßnahmen und Überwachung geprägt war. Von Verschwörungstheoretikern distanzieren sich aber die meisten auf unsere Nachfrage. Eine zentrale Forderung vieler Teilnehmer war, dass die gesamte Bundesregierung zurücktreten solle und versagt habe. Die Politiker hätten sich bessere Konzepte überlegen sollen, hieß es. Kritisiert wurde reichlich, aber Lösungsvorschläge gab es dagegen kaum. Zudem war die Polizei deutlich präsent und es gab einen Platzverweis, weil eine Person keine Maske tragen wollte.

Zum Teil gab es auch ein paar Personen, die sich das Ganze aus der Ferne angeguckt haben. Ein Passant meinte, dass er es wichtig findet, dass man demonstrieren darf, weil es Teil des Rechtssystems ist. Allerdings betonte er, dass die Art der Demonstration und die Aussagen der Teilnehmer äußerst kritisch zu sehen sind. In diesem Fall verlief aber alles friedlich und es gab keine Auseinandersetzungen.