In vielen Orten in Deutschland ist weiterhin Distanzunterricht vor den Rechnern angesagt. Anders ging es 32 Kindern, die am Wochenende nach sechs Monaten auf hoher See mit dem „schwimmenden Klassenzimmer” von einem Segeltörn zurückgekommen sind. Auf dem Schiff habe man eigentlich gar nichts von der Pandemie mitbekommen, sagte eine der Schülerinnen. Eine Maskenpflicht an Bord gab es zwar nicht. Zu den Landgängen sei aber jedes Mal ein Corona-Test gemacht worden. Zum Start im Herbst waren die Schülerinnen und Schüler, die meist in die zehnte Klasse gehen, dem Lockdown quasi „davon gesegelt“, so Johan Kegler, der Geschäftsführer der verantwortlichen Firma Ocean College.

Neben Unterricht gehörten auch Exkursionen und Segeln zum Tagesablauf. Auf ihrem rund 26.000 Kilometer langen Törn segelte die Gruppe entlang Europas Westküste bis nach Gibraltar, dann weiter zu den Kanaren, in die Karibik und durch den Panamakanal bis nach Costa Rica und zurück. Erfahrene Segler und drei Lehrer begleiteten sie.

Ein halbes Jahr auf See mit der „Pelican of London“ ist übrigens nicht günstig: Die Segelschule kostet laut Ocean College rund 25.000 Euro. In Deutschland gibt es auch noch weitere Angebote für junge Leute, das Segeln auf traditionellen Großseglern zu lernen. Dazu zählen etwa Törns auf der „Alexander von Humboldt II“ oder der „Fritjof Nansen“.

Foto: Ocean College