Die Auswirkungen der aktuellen Pandemie sind für uns alle deutlich zu spüren: Wir dürfen weniger Freunde treffen, Restaurants und Bars sind geschlossen und Veranstaltungen gibt es kaum. Für uns ist das nervig, allerdings für viele Betriebe sogar existenzbedrohend. Viele Geschäfte und Restaurants mussten bereits schließen. Denn durch die ausbleibenden Einnahmen verdienen sie deutlich weniger oder sogar gar nichts. Aber auch große Firmen haben wegen der Pandemie große finanzielle Probleme. Ein Beispiel ist der erst vor Kurzem fusionierte Konzern Galeria-Karstadt-Kaufhof. Das Unternehmen ist ja bereits seit Jahren im Sparkurs und muss jetzt durch den Lockdown viele weitere Geschäfte schießen. Für Mitarbeiter im Einzelhandler ist das besonders schlimm, denn für sie ist ein Neustart in diesem Bereich extrem schwierig bis unmöglich. Denn in anderen Betrieben sieht es nicht anders aus. Eine ähnliche Situation fürchten viele Auszubildenden in Geschäften. Sie werden in vielen Fällen nach dem Ende ihrer Ausbildung nicht übernommen, da es keine Aufgaben für sie gibt. Immerhin: Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt teilweise den Lohn der Mitarbeiter in der Kurzarbeit. Aber es gibt nicht nur Verlierer in der Pandemie.

Andere Berufe verdienen wegen Corona sogar viel mehr Geld. Da die Geschäfte geschlossen sind, kaufen viel mehr Menschen im Online-Handel. Die Unternehmen in diesem Bereich verdienen also viel mehr Geld – das sichert Arbeitsplätze. Auch für Menschen, die vorher im stationären Handel gearbeitet haben. Mehr Geld verdienen auch Unternehmen, die in der Online-Spielebranche tätig sind. Das kommt daher, dass viele Menschen mehr zu Hause sind und mehr Freizeit haben. Diese können sie nicht mit Hobbys und Freunden verbringen, daher spielen sie mehr – z.B. Videospiele.

„Die Krise macht aber klar, dass der Handel die Digitalisierung nicht vernachlässigen darf, um auch weiterhin geschäftsfähig bleiben zu können.“, so Nils Deichner, Handelsexperte beim Institut ibi research. Nur, wenn der stationäre Handel hier nachzieht, können die Folgen der Pandemie etwas abgemildert werden, heißt es.

Foto: Felix Ludwig