Der Juni ist ein ganz besonderer Monat – und zwar der Pride Month. Der will auf die Situation von Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen oder Identitäten aufmerksam machen. Das Ziel ist, für mehr Toleranz zu sorgen und für Gleichbehandlung zu demonstrieren. Auswirkungen sind in verschiedenen Bereichen zu merken. Zum Beispiel bei der aktuell laufenden Europameisterschaft. Kapitän Manuel Neuer hatte seit der Partie gegen Lettland eine Regenbogen Kapitänsbinde an. Viele Menschen fanden das eine super Aktion. Aber die UEFA sah das anders – und zwar als politisches Zeichen während einer Partie.. Und das verbieten die Statuten des Verbandes. Deswegen wurden Ermittlungen aufgenommen. Man entschied sich allerdings dazu, dass diese Binde nicht als politisches Signal gesehen wird, sondern als Zeichen der Mannschaft gegen Diskriminierung. Deswegen war das Tragen der Binde erlaubt und es gibt keine Geldstrafe.

Am Mittwoch spielt die deutsche Mannschaft dann in der Allianz-Arena gegen Ungarn. Auch bei diesem Spiel sollte es ein politisches Spiel geben. Denn die Stadt München und der DFB wollten auf die unbefriedigende Lage in Ungarn aufmerksam machen. Dort werden die verschiedenen Sexualitäten noch nicht so anerkannt, anders als in Deutschland und weiten Teilen von Europa.

Deswegen sollte die Allianz-Arena in Regenbogenfarbe leuchten. Doch diese Entscheidung kippte die UEFA wieder. Bayern Star Goretzka meinte treffend: „Es wäre völlig absurd, wenn wir uns dafür entschuldigen müssten, weil völlig klar ist, wofür das steht. Wir als Fußballwelt wollen Rassismus und Homophobie mit Vielfalt entgegentreten.“

Foto: Joceline Grotefels