Die Zahl der Geimpften gegen das Coronavirus in Deutschland steigt und damit kristallisiert sich heraus, wie viele Menschen gar nicht bereit sind, sich impfen zu lassen. Deutschland wird impfmüde, weshalb sich Politik und Gesellschaft nun fragen müssen, wie man die  ,,Impfmoral“ retten kann. Während die USA auf finanzielle Anreize wie Stipendien oder sogar die Chance auf einen Millionengewinn setzen, versucht man es hier durch Niederschwelligkeit. Die Impfung müsse zu den Menschen kommen, so Jens Spahn, der von einer ,,Impfung To Go“ träumt. Impfen in Einkaufszentren, neben Kirchen und Sportstätten oder in Unis könnte helfen, um die Herdenimmunität zu erreichen. Kreativer wird die Berliner Gesundheitssenatorin mit dem Vorschlag einer ,,langen Nacht des Impfens“ in der Clubszene oder auch mit einem Impfangebot bei Ikea. Als wirksam hat sich in Israel die Aktion ,,Impfen für Freibier“ herausgestellt, auch wenn diese noch nicht in Deutschland Fuß fassen konnte.

Neben dem Pieks an sich soll auch die Aufklärungsarbeit gestärkt werden. Einige fordern eine Fernsehwerbung fürs Impfen vor der Tagesschau um 20 Uhr oder auch eine größere Social-Media Kampagne, die sich vor allem mit Fake News rund um die Impfung auseinandersetzt. Der Bund hat bereits reagiert und wirbt nun mit Stars aus allen Generationen, welche stolz ihren geimpften Arm in die Kamera halten. Dabei sind unter anderem David Hasselhoff, Uschi Glas oder auch Emre Can, der bei den Jüngeren bekannter sein dürfte. Nun sollen auch Influencer und YouTube-Stars dazu kommen, denn insbesondere die Altersgruppe ab 16 ist kaum geimpft. Deshalb appelliert auch Johanna Klum: ,,Ärmel hoch!“