Die sieben Sachen sind gepackt und ab geht‘s in ein großes Abenteuer. Einmal im Ausland leben – das ist für viele ein echter Lebenstraum. Das Repertoire, an Möglichkeiten im Ausland zu leben, ist mittlerweile riesig. Einer der beliebtesten Formen ist jedoch der Aufenthalt im Ausland während der Schulzeit – hier kann man nämlich nochmal extra viel über Land und Leute lernen. Genau das macht gerade auch Ineke. Sie ist Schülerin in Hamm und verbringt gerade ihr Auslandsjahr im französischen Lille, wo sie bei einer Gastfamilie wohnt. Wir haben mit Ineke gesprochen und ihr ein paar Fragen zu ihrer Zeit in Frankreich gestellt. 

Wie waren die ersten Tage in deinem neuen zuhause?

Ich fand sie schon sehr aufregend, weil alles neu war und ich noch niemanden so wirklich kannte. Trotzdem hat es Spaß gemacht und ich habe mich direkt willkommen gefühlt. 

Was hat dich in den ersten Tagen am meisten überrascht?

Tatsächlich nicht so viel, aber ich fand es irgendwie komisch, dass sich hier wirklich jeder Erwachsene mit Küsschen rechts und links begrüßt.

Welche Unterschiede in der Schule konntest du bisher feststellen?

Auf jeden Fall die lange Dauer des Unterrichts. Ich habe nämlich oft bis 17 Uhr Schule und sogar samstags ein paar Stunden. Ansonsten war neu, dass man so gut wie keine Arbeiten oder Klausuren schreibt. Nur viele Tests.

Was gefällt dir bisher am besten? Was am schlechtesten?

Die Unternehmungen am Wochenende mit meiner Gastfamilie sind toll. Wir waren zum Beispiel schon bei der Weinernte im Süden. Blöd finde ich das ganze Schulzeug, aber man gewöhnt sich dran.

Und inwiefern kannst du einen solchen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen?

Auf jeden Fall für alle, die Lust auf neues haben und Leute kennenlernen wollen. Ansonsten sollte man auch mit der Situation klarkommen können, dass es halt manchmal schwierig werden kann, wenn es zum Beispiel um Heimweh geht. 

Wir wünschen dir noch eine schöne Zeit und bedanken uns für das Interview. 

Wer jetzt auch Fernweh bekommen hat, der sollte auf jeden Fall mal über Möglichkeiten informieren. Denn momentan bieten wieder viele Auslandsorganisationen persönliche Beratung auf Messen an. Wer weiß, vielleicht sitzt schon ganz bald jemand von euch im Flugzeug.

Foto: Simon Brinkmann