Neben den Schutzimpfungen sollen auch Medikamente die Pandemie beenden. Sie sind bereits in zahlreichen Varianten auf dem Markt, teils bereits zugelassen, teils noch in der Testphase. So wurde beispielsweise Donald Trump während seiner Infektion mit dem Corona Medikament Remdesivir behandelt, das über eine Infusion zugeführt werden musste. Lange war Remdesivir das einzig zugelassene Mittel in der EU. Ursprünglich diente es der Bekämpfung von Ebola, doch seine antivirale Wirkung konnte auch schwere Verläufe bei Corona verhindern. Mittlerweile rät die WHO jedoch von einer Behandlung ab, da es bessere Alternativen gebe.

Doch auch diese sind kein ,,Wundermittel“ und haben den Nachteil, dass sie bereits in einem frühen Stadium der Infektion eingenommen werden müssen. Medikamente gegen Corona wirken also nicht vorbeugend und ersetzen daher auch keine Impfung. Sie ergänzen vielmehr die bisherigen Maßnahmen und können dazu beitragen, die Krankenhäuser zu entlasten. Aktuell befinden sich zahlreiche Medikamente gegen Corona in der Zulassungsphase.

So beantragte das Unternehmen Pfizer für die Tabletten Paxlovid bereits im November eine Notfallzulassung in den USA. Diese zeichnen sich durch eine extrem hohe Wirksamkeit aus. Studien sollen gezeigt haben, dass Paxlovid die Krankenhauseinweisungen von Corona-Patienten um 89% reduziert habe. Neben Paxlovid sind auch Antikörpertherapien ein großer Hoffnungsträger. Sie eignen sich für all jene, bei denen die Impfung nicht so gut wirkt. Also zum Beispiel für Menschen mit HIV, deren Immunsystem bereits aufgrund der Einnahme von Medikamenten gegen HIV geschwächt ist.

Diese Form der Therapie soll die körpereigene Antikörperbildung anregen und dadurch die Immunreaktion der Betroffenen verstärken. Die deutsche Bundesregierung setzt viel Hoffnung auf diese Form der Behandlung und kaufte daher bereits tausende Antikörper-Medikamente ein, die aktuell in deutschen Kliniken lagern.

Für niedergelassene Ärzte ist es allerdings oft schwierig, an die Packungen heran zu kommen, weshalb viele nur ungenutzt herum liegen. Der zukünftige Gesundheitsminister hat also auch in Hinblick auf die Verteilung von Corona Medikamenten noch große Aufgaben vor sich.