Die Corona Pandemie hält immer noch an und jeder hat die Maßnahmen hautnah mitbekommen. Ob es die Ausgangssperre, Maskenpflicht oder die Schulschließungen waren. Aber waren die Schulschließungen eigentlich gerechtfertigt? Genau damit beschäftigt sich jetzt das Bundesverfassungsgericht. Die Schulschließungen sind mit die umstrittensten Maßnahme. Das liegt daran, dass viele Kinder und Jugendliche dadurch deutlich weniger soziale Kontakte hatten. Außerdem haben die Kinder und Jugendlichen nicht den ganzen Unterrichtsstoff durcharbeiten können, was drastische Folgen haben kann, wenn sie später den Abschluss oder das Abitur machen möchten. Wenn die Eltern dann auch noch im Home-Office waren, kam es oft zu belastenden Situationen für die ganze Familie. So ist die Zahl der Gewalttaten zu Hause deutlich gestiegen.

Das Gericht will jetzt den „Wirkungszusammenhang“ untersuchen und hat sich dafür Ärzte und Psychologen ins Boot geholt. Es gab dazu bisher sogar schon eine Studie und zwar von der internationalen Forschergruppe der University of Oxford aus Großbritannien. Diese Forschergruppe kam zu dem Ergebnis, dass die zwei wichtigsten Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus das Versammlungsverbot ab zehn Personen und die Schließung aller Schulen und Hochschulen sei. Wie das Verfassungsgericht sich aber entscheidet, bleibt noch unklar.